Ein paar Worte zu Materialien

Cupro (Abk.: CUP), auch Kupferseide oder Kupferfaser, ist eine aus Celluloseregeneraten aufgebaute textile Faser. Die Eigenschaften von Cupro sind mit Viskose vergleichbar. Cuprofasern werden vor allem zu Futterstoffen verarbeitet, denn sie sind atmungsaktiv, hygroskopisch und laden sich nicht statisch auf. Zudem haben die Stoffe einen seidigen weichen Griff und sind glatt und glänzend. Cupro kann gewaschen und gebügelt werden, ist aber nicht bügelfrei.
Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Cupro

Tencel oder auch Lyocell ist eine aus Cellulose bestehende, industriell hergestellte Cellulose-Regeneratfaser, die nach dem Direkt-Lösemittelverfahren hergestellt wird. Sie wird vor allem im Bereich der Textilindustrie, aber auch für Vliesstoffe (Nonwovens) und technische Anwendungen genutzt. Lyocell ist die generische Faserbezeichnung und wird von der Lenzing AG unter dem Markennamen Tencel angeboten. Lyocell-Fasern weisen eine hohe Trocken- und Nassfestigkeit auf, sind weich und absorbieren Feuchtigkeit sehr gut. Daraus hergestellte Textilien weisen einen glatten und kühlen Griff mit fließendem Fall auf, haben eine geringe Knitterneigung und können gewaschen und chemisch gereinigt werden.
Mehr unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Lyocell

Viskose
Die Basis von Viskose ist Cellulose. Der natürliche Stoff wird aus dem Holz von Buchen, Fichten, Bambus oder Eukalyptus gewonnen wird. Danach werden der Cellulose verschiedene chemische Stoffe hinzugefügt, die aus dem Endprodukt wiederum einen synthetischen Stoff machen. Die Cellulose-Fasern werden mit Wasser, Schwefelkohlenstoff und Natronlauge unter hohem Druck durch Düsen gepresst. Dieser Prozess nennt sich Viskoseverfahren.

Viskose ist somit halbsynthetisch. Sie lässt sich weder klar zu Naturfasern (wie etwa Wolle, Baumwolle oder Seide), noch zu den komplett synthetischen Stoffen (wie Polyester oder Nylon) zählen. Deshalb wird der Stoff oft unter verschiedenen Namen gehandelt, darunter „Rayon„, „Reyon“ oder „Kunstseide„.

 

Durch das chemische Viskoseverfahren wird aus Cellulose eine halbsynthetische Faser hergestellt. Sie ähnelt optisch natürlicher Baumwolle und besitzt auch ähnliche Eigenschaften. Anders als bei Naturfasern können die Chemikalien die Viskosefasern bei Bedarf verändern: So kann der Stoff nach Belieben länger, feiner, stärker oder anders geformt werden – mit Naturfasern ist das nur bedingt möglich.

Neben ihrer Anpassungsfähigkeit verfügt die Viskose noch über weitere Vorteile:

Sie ist pflegeleicht und im Vergleich zu Baumwolle leichter waschbar.Meist ist der Stoff so glatt, dass man ihn nicht bügeln muss.Viskose ist angenehm auf der Haut, weich und kratzt nicht.Der Stoff ist sehr saugfähig und deshalb leicht einzufärben. Viskose-Stoffe sind mit Drucken aller Art erhältlich.Viskose absorbiert Feuchtigkeit und ist daher auch gut für Sport- und Arbeitskleidung geeignet.
Mehr unter: https://utopia.de/ratgeber/viskose-eigenschaften-und-nachhaltigkeit-der-kunstseide/

Nylon 
Nylon ist wohl eine der bekanntesten Kunstfasern und auch die älteste. 1935 in den USA patentiert, wurde sie zunächst für Zahnbürsten und Zahnseide eingesetzt. 1940 kam sie dann das das erste Mal für die Herstellung von Strümpfen zum Einsatz – und die Faser etablierte sich fest in der Mode. Das lag und liegt bis heute vor allem ihrer seidigen, glatten Oberfläche und der transparenten Struktur. Doch auch abseits von Strümpfen und Strumpfhosen kann Nylon einiges leisten. Grund für seine Beliebtheit sind seine hochfunktionalen Eigenschaften.


Aufgrund seiner großen Reißfestigkeit kommt Nylon auch in Bereichen zum Einsatz, in denen die Qualität des Stoffes Leben retten kann. Es wird beispielsweise in der Produktion von Kletterseilen, Fallschirmen und Heißluftballons eingesetzt. Das größte Einsatzgebiet ist und bleibt allerdings die Mode. Durch seine atmungsaktiven Eigenschaften kommt Nylon häufig bei der Herstellung von Blusen, Hemden und Sportbekleidung zum Einsatz. Das Material lässt eine Luftzirkulation zu und vermeidet so, dass sich unangenehme Feuchtigkeit am Körper staut. 

Doch auch Oberbekleidung wie Jacken und Westen oder Accessoires wie Rucksäcke profitieren von der Haltbarkeit und Widerstandfähigkeit des Nylons. Sowohl als Innenfutter als auch als Außenmaterial kommt Nylon hier zum Einsatz. Allerdings sollte Nylon nicht dauerhaft extremen Wetterlagen ausgesetzt werden, da es nur bedingt wasserdicht ist und zudem bei längerer Sonnenbestrahlung ausbleicht. Wenn Ihre Mitarbeiter zuverlässigen Schutz vor Nässe brauchen, muss das Nylon entsprechend beschichtet sein oder durch den besser geeigneten Polyester ersetzt werden.

Kleidung aus Nylon oder mit einem Nylonanteil ist recht pflegeleicht.  Sie kann bei bis zu 40°C in der Maschine gewaschen werden. Für die perfekte Pflege empfiehlt sich die Verwendung eines Feinwaschmittels. Gebügelt werden darf Nylon nicht – die feinen Fasern würden sonst schmelzen.
Mehr unter https://textil-one.de/pages/nylon

Polyester
Polyesterfasern (PES) gehören zu den beliebtesten Kunstfasern in der Modebranche. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Polyester ist relativ günstig und vereint viele Vorteile in sich. Anfang der 1940er-Jahre wurde das uns heute bekannte synthetische Polyester entwickelt.


Polyester wird in verschiedenen Varianten hergestellt und genutzt. Es kann sowohl als Mikrofaser, die dreimal dünner ist als Seide, als auch in gröberer Form verarbeitet werden. Zudem ist Polyester Bestandteil anderer Stoffe wie beispielsweise Pannesamt, Satin oder Organza. Doch auch als Einzelgänger weiß Polyester zu überzeugen.


Polyester zeichnet sich vor allem durch seine Reißfestigkeit aus. Die Faser ist extrem strapazierfähig und hält auch bei rauen Bedingungen lange. Als Mikrofaser kommt es auch als Innenfutter für Westen und Co. zum Einsatz, als Mischgewebe mit Baumwolle entsteht ein Performance-Material, das höchsten Ansprüchen gerecht wird. Denn Stoffe aus Polyester nehmen zudem im Gegensatz zu Baumwollstoffen und anderen Materialien wenig Feuchtigkeit auf, lassen Schweiß effektiv verdunsten und trocknen schnell.  


Polyester ist ein extrem pflegeleichtes Material. Aufgrund der geringen Dehnbarkeit der Fasern leiert die Kleidung nicht aus und die Textilien sind bei bis zu 60°C in der Maschine waschbar. Da Polyester schnell trocknet, ist der Einsatz des Wäschetrockners im Normalfall nicht nötig. Und auch bügeln ist bei den meisten Kleidungsstücken aus Polyester nicht nötig: Das Material ist extrem knitterarm, sodass Sie es direkt von der Wäscheleine anziehen können.
Mehr unter https://textil-one.de/pages/polyester


Fortsetzung folgt...